Über Fotografie
„Was so bemerkenswert an der Schwarz-Weiß-Fotografie ist, ist wie sie das Gefühl von Realität zum Vorschein bringt.“
Peter Lindbergh
Über das Meer des Geschicks
Über den Abgrund der Jahre
Trägt mich die wunderbare
Arche des Augenblicks.
Manfred Steuben
JEAN PAUL
Die Freiheit ist überhaupt ein Gut, dessen Dasein weniger Vergnügen bringt als seine Abwesenheit Schmerzen.
Laufbodenkamera der Firma Voigtländer
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Haiga
war hier früher zu sehen.
Ich habe mich entschlossen, diesen Teil meiner Startseite aufzugeben! Die betreffenden Fotos dürften nun auch hinlänglich bekannt sein. Ab und zu wird ein einzelnes Foto diesen Platz einnehmen. Ein Bild, das mir für den Moment wichtig erscheint. Manchmal finde ich auch ein paar Worte dazu!
Dieses Foto ist während eines einwöchigen Aufenthalt auf der Hallig Hooge entstanden. Vorausgegangen waren ein paar Tage in Husum. Die dortige VHS hatte einen Workshop "Fotografieren im Watt" angekündigt, für den ich mich angemeldet hatte.
Diese Veranstaltung, gut besucht, fand auf einem Deich statt. Der Leiter hatte nicht mal Gummistiefel dabei!
Ich kann nur vermuten, dass der eigentliche Dozent kurzfristig ausgefallen war!
Aber, es stand ja noch ein weiterer Höhepunkt bevor!
Wir kamen so gerade noch pünktlich am Hafen an, um die Fähre nach Hooge zu erreichen. Auf der Fahrt blies uns der frische Seewind die schlechten Gedanken über den schrecklichen Kursus aus dem Kopf, wir freuten uns auf die Hallig.
Dort lief alles optimal. Der Vermieter unserer Ferienwohnung holte uns vom Anleger ab. Die Wohnung entsprach unseren Vorstellungen. Schon auf dem Weg zur Unterkunft stellte ich zu meiner Freude fest, dass das Eiland bestimmt wunderbare Fotomotive zu bieten hätte.
Auf einer Hallig zu sein, ist etwas ganz Besonderes. Vom Meer umschlossen, spürt man die Naturgewalten, das Wasser und den Wind. Beides hat viele Gesichter!
Wir waren glücklich! Zudem wollte ich meiner Frau das Fahrradfahren wieder näher bringen. Nach einem üblen Sturz vor vielen Wochen, wollte sie nicht wieder aufs Rad. Meine Bemühungen blieben auch erfolglos! So erkundeten wir die Hallig halt zu Fuß. Allzu groß ist das Eiland ja auch nicht!
Dabei entstanden viele und auch gelungene Fotos. Eins stelle ich hier vor.
Auf den ersten Blick sieht man viel Himmel und Wasser. Beim genaueren Hinschauen erkennt man einen Landstreifen, kleine Häuser auf Stelzen gebaut, einen Fischkutter und ein Seezeichen. Man schaut auf die Vogelinsel Pellworm. Dann fällt einem ein unterschiedlich dunkler Fleck auf der linken Seite des Bildes auf, der wie ein großes Insekt mit einem langgezogenen Schweif aussieht.
Auf den Halligen sammeln sich zu bestimmten Zeiten Zugvögel, die sich immer wieder verändernde Formationen bilden. Ein wunderbares Schauspiel! Das alles vor der Kulisse des silberglänzenden Meeres bei untergehender Sonne.
Auch, weil meine Frau an diesem Schauspiel damals so viel Freude hatte, widme ich ihr diesen Beitrag! Das Foto und meine Worte!